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Wie wird eine Analfissur behandelt?

Analfissuren haben nichts mit Krebs zu tun! Da der sehr seltene Analkrebs aber gelegentlich wie eine Fissur aussehen kann, sollte jede Fissur durch einen Proktologen untersucht werden.


Die Behandlung erfolgt mit einem Salbengemisch aus einem Lokalanästhetikum und Nifedipin, einem Medikament, das den Afterschließmuskel entspannt und so die kleinsten Blutgefäße erweitert. Die örtliche Durchblutung wird hierdurch verbessert. Und die vermehrte Blutzufuhr bewirkt ihrerseits, dass vermehrt Sauerstoff, Abwehrstoffe und Nährstoffe dorthin gelangen, wo sie zur Heilung benötigt werden.

Die Anwendungsdauer

Die Salbe muss konsequent und ohne Unterbrechung 4–6 Wochen 3 mal täglich angewendet werden. Hier hilft aber viel Salbe nicht viel mehr. Es reicht ein erbsengroßer Salbenkleks, der in und um den Afterkanal aufgebracht werden soll. (Siehe auch Merkblatt Behandlung von Analfissuren.)

Heilverlauf

Oft heilen Fissuren von selbst aus. In anderen Fällen beruhigt sich die Entzündung, flammt aber immer wieder auf, so dass eine chronische Fissur entstehen kann. Manchmal bildet sich durch die Entzündung ein Gang in das umliegende Gewebe, den man dann „Fistel“ (siehe auch Analfistel) nennt.

Wann ist eine operative Behandlung einer Analfissur sinnvoll und notwendig?

Chronische Analfissuren, die bereits über einen längeren Zeitraum bestehen und unter der medikamentösen Behandlung nicht abheilen sowie Analfisteln bedürfen der operativen Therapie.

Fissurektomie

Eine chronische Fissur ist nicht nur dadurch, dass sie unter der medikamentösen Therapie nicht abheilt, sondern insbesondere durch so genannte Sekundärveränderungen gekennzeichnet. Häufig finden sich im Analkanal verbreiterte Wundränder im Bereich der Fissur und Gewebevermehrung im Analkanal wie auch außen am After. In der Fachsprache werden diese Veränderungen Analpapille und Vorpostenfalte genannt. Im Rahmen der operativen Behandlung einer Fissur – Fissurektomie genannt – werden diese Veränderungen entfernt. Hierdurch wird, auch wenn eine Wunde mit einer größeren Wunde behandelt zu werden scheint, die Abheilung der Fissur erzielt.