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Wie wird eine Divertikulitis diagnostiziert?


Zunächst wird der Patient nach entsprechenden Beschwerden gefragt (s.o.). Daran schließt sich die Untersuchung des Bauches durch den Arzt an. Auch das vorsichtige Abtasten des linken Unterbauches führt oft zu einer reflektorischen Abwehrspannung des Patienten und spricht dafür, dass die Entzündung das Bauchfell erreicht hat. Gelegentlich lässt sich im linken Unterbauch ein walzenförmiger Widerstand tasten: der entzündlich betroffene Dickdarmabschnitt.

Die Darmgeräusche werden abgehört – sie können sowohl träge auch sehr rege sein.

Bei dem Verdacht auf eine Sigmadivertikulits wird eine Computertomographie des Bauches veranlasst, bei der nicht nur die Diagnose gesichert wird, sondern auch das Ausmaß der Entzündung beschrieben wird.

In einigen Einrichtungen kann die Diagnose auch durch Ultraschall gesichert werden. Dies setzt jedoch eine hohe Expertise und Erfahrung des Untersuchers für diese Fragestellung voraus.

Einteilung der Sigmadivertikulitis in verschiedene Stadien

Im deutschsprachigen Raum hat sich die Stadieneinteilung nach Hansen/Stock etabliert und bewährt. Wir haben sie in einer Übersicht unten aufgeführt. Die Klassifizierung nach Hansen/Stock stellt auch die Grundlage für die Behandlungsempfehlung dar und berücksichtigt die Angaben des Patienten, die Untersuchung am Patienten durch den Arzt und durch die Computertomographie bzw. den Ultraschall.

Stadium Bezeichnung Klinik
0 Divertikulose Keine Beschwerden
I akute unkomplizierte Divertikulitis Schmerzen im Unterbauch, ggf. Fieber
II akute komplizierte Divertikulitis  
IIa Peridivertikulitis, phlegmonöse Divertikulitis Druckschmerz, lokale Abwehrspannung, tastbare Walze, Fieber
IIb abszedierende Divertikulitis, gedeckte Perforation Gespannte Bauchdecke, sehr starke Schmerzen, Fieber, Fehlende Darmgeräusche
IIc freie Divertikelperforation Extrem starke Bauchschmerzen, ggf. Fieber,
III chronisch rezidivierende Divertikulitis Schubweise, wiederkehrende Schmerzen im Unterbauch, ggf. Verstopfungsbeschwerden